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Der Rheiner Ems Report - Ersch.-Ort: Rheine
Zeitung 1.07.2007
Geblieben sind viel Grün und alter Baumbestand
Nach nur einjähriger Bauphase eröffnet - ehemaliger Hofbesitzer Scheipers aktiv dabei
Rheine.  Im Juni 2006 rückten die ersten Bagger an. Der Abriss selbst, erinnert sich Hermann Scheipers, sei gar nicht das Schlimmste gewesen. „Viel schwerer ist es gewesen mitanzusehen, wie das leer stehende Haus immer mehr verfallen ist", sagt er. „Der Abriss selbst war dann wie eine Erlösung."
Rund 5,5 Millionen Euro wurden in das Projekt „Scheipers Hof“ investiert, davon allein 12.000 Euro in einen so genannten "aktiven Schallschutz" als Alternative zu Mauern. Zügig folgten Grundsteinlegung und schließlich - nach einer Rekordzeit von nicht einmal drei Monaten - das Richtfest am 15. September 2006. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits 48 Parteien Interesse an den Wohneinheiten signalisiert - ohne dass vorab großartig Werbung betrieben worden war. Die meisten der Anfragen kamen direkt aus dem Stadtteil Schotthock.
Von Anfang an wurde die Kommunikation mit dem angrenzenden Bürgerhof gepflegt, denn ein Zusammenspiel beider Institutionen war und ist Peter Grewe wichtig. So hat sich eine gute Nachbarschaft mit gemeinsamen Aktivitäten entwickelt.
Im April dieses Jahres war es so weit: die Seniorenwohnanlage "Scheipers Hof" stand. Viel Grün und der alte Baumbestand sind allerdings das einzige, das die Anlage mit dem alten Hof Scheipers gemein hat. Der moderne Bau, der sich apart in die Umgebung einfügt, beherbergt 49 Einzel- und sechs Doppelzimmer für Senioren, die in der Geborgenheit einer Gemeinschaft das Alter aktiv gestaltet erleben möchten. Frau Welzel war die erste Bewohnerin; sie zog am 30. April ein. Ihr folgte etwa eine Woche später Mathilde Lange, die in den wenigen Wochen, die sie nun hier lebt, enorme gesundheitliche Fortschritte gemacht hat. „Mir geht es gut!“, sagt die alte Dame heute, die nach zwei komplizierten Brüchen bettlägerig war und der „Scheipers Hof" im wahrsten Sinne wieder auf die Beine half.
Und Hermann Scheipers? Hat nicht nur seinen Namen hinterlassen, sondern arbeitet inzwischen selbst in der Seniorenwohnanlage „Scheipers Hof". „Die Landwirtschaft mache ich noch nebenher, aber hauptberuflich arbeite ich jetzt hier", sagt er. Obwohl ihm beim Anblick der alten Fotos doch ein wenig - Wehmut anzumerken ist. Aber nur kurz. Denn schließlich gibt es "Scheipers Hof" ja nach wie vor. Nur eben anders.

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