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Westfälischer Anzeiger - Ersch.-Ort: Hamm
Tageszeitung 03.06.2007 Gesegnetes Heim
Das Seniorenzentrum „An St. Agnes" ist nun offiziell eingeweiht. Zu Hause
„im Herzen der Stadt" - Bislang 60 Prozent Auslastung |
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HAMM-MITTE ∎ Altsein ist keine Frage von Zahlen, Altsein ist eine Frage des Gefühls. Und so passte es gestern fast schon gut ins Bild, dass selbst Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann mit „Mitte 50" ab und zu mal etwas zwickt. „Dennoch", erklärte das Stadtoberhaupt in seiner Rede zur offiziellen Segnung des Seniorenzentrums „An St. Agnes", „Senior ist man erst, wenn man geistig oder körperlich nicht mehr fit ist."
Und genau für diese Menschen ist mit dem neuen Seniorenzentrum ein Standort geschaffen worden, der sich mit dem Motto „Leben wie ich will!" schmückt und auch schmücken darf. In dieser Ansicht waren sich zumindest alle Redner am gestrigen Mittag einig, als sie nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Bewohnern, Angehörigen und Gästen das rundum gelungene Gesamtbild im Stadtkern betrachteten. Pfarrer Heinz-Josef Hartmann und Prälat Bruno Kresing waren zur Einsegnung gekommen, „ohne die ein wichtiger Teil für den gelungenen Start dieser Wohneinrichtung sicherlich fehlen würde", wie Hausleiter Wolfgang Alfers sagte.
„Willkommen im Herzen, im Puls der Stadt", wusste danach Bodo Barwig von der Geschäftsleitung der Trägerfirma Hansa die zentrale Lage des Wohnheims hervorzuheben. Er sprach den zahlreichen Mitarbeitern zudem Mut zu und unterstrich ihre wichtige Aufgabe, die sie täglich im Seniorenzentrum erfüllen. Dieses umfasst 89 Wohneinheiten zwischen 50 bis 90 Quadratmeter, hinzu kommen ein Friseursalon, ein Restaurant und ein Cafe mit Außenterrasse.
Obwohl die Einrichtung erst seit dem 15. Januar eröffnet ist, sind bereits 60 Prozent der Kapazitäten erfüllt. Die erste Bewohnerin des Pflegebereichs ist Frau Mulschinski, im betreuten Wohnen ist Frau Köster als erste eingezogen. Beide erhielten von Hausleiter Alfers einen Blumenstrauß. „Das ist mir ein persönliches Anliegen", erklärte Alfers, der sich für die Unterstützung von allen Seiten bedankte und abschließend auf das weitere Programm verwies. So sorgte unter anderem ein Klavierspieler für die angenehme Atmosphäre im Innenbereich des Restaurants, die Kinder des Kindergarten St. Agnes zeigten, was es heißt, „einen Lebensweg zu bauen". Zudem gab es unter freiem Himmel einen kleinen Tanztee.
So wurde der Nachmittag letztlich zu einem Dankeschön für alle Anwesenden, was auch dem Oberbürgermeister am Herzen lag: „Sie sind die Generation, die nach dern Krieg nicht gejammert hat. Sie haben mit angepackt und diese Stadt, diese Region wieder aufgebaut. Dafür möchte ich mich einfach mal bedanken", sagte Hunsteger-Petermann. ∎ mic
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