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Nordwest Zeitung - Ersch.-Ort: Oldenburg
Tageszeitung 26.10.06
Malerei verändert den Blick
AUSSTELLUNG Freizeitkünstler stellen Bilder im Seniorenzentrum aus.
Die Freizeitkünstler kommen zum Tag der offenen Tür. Sie zeigen die ganze Bandbreite ihres Vereins.
VON CHRISTIAN QUAPP

OSTERNBURG - „Das Ambiente hier im Lichthof ist einfach toll. Das ist mal eine ganz andere Atmosphäre für eine Ausstellung", findet Gunda Lenski. Sie ist eine von sechs Mitgliedern des Vereins der Oldenburger Freizeitkünstler, die ihre Werke am Freitag und Sonnabend, 10. und 11. November, im Seniorenzentrum am Küstenkanal ausstellen. Jeweils von 10 bis 17 Uhr ist dann Tag der offenen Tür im Seniorenzentrum, die Ausstellung ist wegen der Lichtverhältnisse aber nur bis 16 Uhr geöffnet. Die Sechs zeigen die ganze Bandbreite an Techniken und Themen, die in ihrem Verein vorkommt.
Lenski hat vor sechs Jahren mit dem Malen begonnen. „Ich liebe Strand, Himmel und Meer, das wollte ich festhalten", erzählt sie. Also griff sie zur Pastellkreide. „Manchmal stelle ich auch Menschen dar oder male Abstraktes. Meine wirkliche Leidenschaft ist aber naturalistische Malerei, mit der ich Stimmungen ausdrücken kann."
Landschaften, Tiere und Porträts sind derweil die Themen von Elisabeth Decker. Sie malt seit 1997. „Ich wollte etwas zu tun haben, wenn ich in Rente gehe. Dann erinnerte mich eine alte Freundin, dass ich schon in der Schule immer sehr gerne gemalt habe. Ganz unbewusst habe ich eine Leidenschaft aus meiner Kindheit wieder aufleben lassen."
Ebenfalls seit seiner Kindheit malt Hans-Jürgen Gschwandtner, allerdings ohne Unterbrechung „Mein Onkel war Maler", erinnert er sich. „Von ihm habe ich mir viel abgeschaut." Als Autodidakt entwickelte er sich später weiter, ist heute spezialisiert auf Ölfarben.
Während Gschwandtner See- und Bergmotive bevorzugt, liebt Ria Moiser Blüten. „Am liebsten großformatig in Öl." Zu ihrem Repertoire gehören aber auch Bleistiftzeichnungen. Sie malt und zeichnet seit 1999 und sagt: „Man muss alle Techniken und Medien ausprobieren, bis man seine Stärke gefunden hat."
Marianne Kühn fing schon in ihrer Kindheit mit Zeichnungen an und malt seit 16 Jahren Aquarelle, beschäftigt sich aber auch mit Acryl-Malerei.
Das „Kücken" in der Gruppe ist Hubert Pohl. Er malt erst kurz, aber „seine Bilder sind wie Fotografien", findet Gunda Lenski.
So verschieden ihre Motive und Techniken sind, in einem sind sich die sechs Freizeitkünstler einig: „Das Malen verändert das Leben. Je besser man wird, desto mehr verändert sich der Blick auf die Welt. Egal, ob man ein Blatt oder einen Menschen sieht, man schaut immer durch die Brille des Malers."
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