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WAZ - Ersch.-Ort: Dorsten - Schermbeck - Raesfeld
Tageszeitung: 23.04.2008 Jugendliche machen sich ein neues Bild von alten Menschen
Foto-Sessions im Seniorenzentrum |
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DORSTEN• Die meisten Bilder vom Alter entsprechen längst nicht mehr der Realität. „Um das Bild des Anderen, das man selbst im Kopf hat, zu verändern“, machen sich laut Fotograf Karlheinz Strötzel derzeit 13 Senioren und 14 Schüler daran, „Junge Bilder vom Alter“ zu kreieren.
So heißt jedenfalls das Projekt, das vom Ministerium Generationen und Familie ins Leben gerufen wurde. Mit der Idee, über das Medium Fotografie Junge und Alte zum Miteinanderreden zu bewegen, hatten sich die städtische Seniorenbeauftragte Petra Kuschnerenko, Karlheinz Strötzel von der LAG Kunst und Medien und Ingrid Sommer-Brinkamp vom Kulturamt dafür beworben.
Förderprogramm
Mit Erfolg. Hatte Karlheinz Strötzel doch vor zehn Jahren bereits ein ähnliches Projekt mit großer Resonanz umgesetzt. „Das hat die Leute im Ministerium wohl überzeugt“, sagt der Fotograf aus Raesfeld. Als eines von knapp 20 Vorhaben landesweit ist die Dorstener Kooperation in das Förderprogramm aufgenommen worden.
Mit dem Seniorenzentrum St. Elisabeth am Westwall und der Video-AG der Geschwister-Scholl-Schule unter Leitung des Lehrers Gregor Zdarta waren Mitstreiter schnell gefunden. Seit Februar treffen sich die Schüler mit den Senioren im Altenzentrum.
„Anfangs hat es ein paar Berührungsängste auf beiden Seiten gegeben“, erzählt Karl- Heinz Strötzel. Vor allem die jungen Leute fanden das Thema zunächst langweilig, bis sie merkten, dass ihnen die Senioren anhand von alten Fotos spannende Lebensgeschichten erzählen konnten.
Gegenbesuch
Und auch die Senioren, die ein bestimmtes Bild der Jugend von heute im Kopf hatten, lernten umzudenken. Sie luden die Schüler auf ihre Zimmer ein. Und freuen sich die ganze Woche auf das nächste Foto-Shooting und auf den Gegenbesuch in der Schule, der in der kommenden Woche ansteht.
Schüler fotografieren Senioren: Die alten Leute mal mit anderen Schülern, mal mit alten Bildern, aber mit immer mehr neuem Elan. „Es hat sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt, man sieht förmlich, wie die Ausstrahlung der Senioren wächst“, freut sich Karlheinz Strötzel.
•MK
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