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Ruhr-Nachrichten - Ersch.-Ort: Dorsten
Tageszeitung: 09.07.2008 "Es geht nur mit Leidenschaft und Respekt vor den Senioren"
- Seniorenzentrum St. Elisabeth feiert Zehnjähriges. Für Dorstener liegt die große Einrichtung mit 253 Wohnungen und 111 Pflegeplätzen noch immer "auf dem alten Krankenhausgelände"
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Von Jens Dolle
DORSTEN• „Am alten Krankenhaus“ - noch heut erklären viele Dorstener den Weg mit diesem Satz, obwohl das St. Elisabeth-Hospital längst in den Neubau umgezogen und das alte Gemäuer seit bald zwanzig Jahren abgerissen ist. Seit zehn Jahren steht am Westwall 1 das gleichnamige Seniorenzentrum. Herrlicher Sonnenschein erwartete Bewohner und Gäste zum Jubiläumsfest. Bei Kaffee und Kuchen, Musik und Unterhaltung genossen alle einen abwechslungsreichen Tag.
„Damals sollte eine Nutzung für das Gelände gefunden werden, die ebenfalls die Sorge um den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, erinnert sich Matthias Winiarski, Geschäftsführer der Hansa-Gruppe, die vor allem in Nordwestdeutschland Senioreneinrichtungen betreibt.
„Pfarrer Karl Jesper und das Kuratorium des Krankenhauses waren treibende Kräfte, auf dem Platz ein Seniorenzentrum zu errichten. Im Frühjahr 1997 wurde der Grundstein gelegt.“ Ob alleinstehend oder verheiratet, von Eigentumswohnungen und unterstützender Teil-Pflege bis hin zu Vollzeitpflege - die Bewohner können den Grad ihrer Versorgung selbst bestimmen. "Und wenn jemand plötzlich pflegebedürftig wird, kann er im Hause bleiben“, sagt Hausleiter Jens Kroll.
Damit die Pflegequalität auch während der zusätzlichen Belastung der Jubiläumsfeier stimmt, sorgen sich eine Etage höher Pflegedienstleiter Ulrich Kunze und die Pflegerinnen Annette Notthoff und Monika Götsch um die Bewohner in Vollzeitpflege. „Morgens um halb sieben ist Stations-Übergabe“, erklärt Götsch. Besonders das Arbeitsklima über alle Wohnbereiche hinweg loben die beiden. In den letzten zehn Jahren habe sich aber auch einiges verändert. „Die Personaldecke ist auch bei uns dünner geworden“, so die Pflegerinnen. „Das kann stressig sein.“
„Wir planen immer am Limit“ sagt auch Ulrich Kunze, „das ist heute nicht mehr anders zu machen. Für Krankheit oder Urlaub Ersatz zu finden, ist manchmal nur schwer möglich.“ Trotz allem lassen sich die Fachkräfte nicht entmutigen. „Das Wichtigste ist der Spaß an der Sache, ohne Leidenschaft geht es nicht“, sind sie sich einig. „Das allerwichtigste aber ist der Respekt vor den Senioren. Wer bei uns Azubi werden will, muss diese Einstellung mitbringen." Das Seniorenzentrum wurde seit der Eröffnung ausgebaut. Heute stehen 253 Wohnungen und 111 Pflegeplätze zur Verfügung. Im Pflegebereich gibt es eine Warteliste.
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