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Dorstener Zeitung • Ersch.-Ort: Dorsten
Tageszeitung: 24.9.2008  Nr. 224 • 39. Woche • DNLO4
DAS INTERVIEW • Hausdame begleitet Bewohner
Ulrich Kunze, Haus- und Pflegedienstleiter
DORSTEN•Pflegedienstleiter Ulrich Kunze (40) ist seit drei Wochen in Doppelfunktion im Seniorenzentrum St. Elisabeth tätig. Unserer Zeitung stand er Rede und Antwort.

Herr Kunze, was ist das Neue an ihrer Funktion?
Kunze: Neu ist, dass ich, nachdem mein Vorgänger Jens Knoll eine neue Aufgabe im Norden Deutschlands übernommen hat, seinen Part als Hausleiter kommissarisch
übernommen habe.

Wie bringen sie diese beiden schweren Aufgaben zusammen?
Kunze: Ich habe das Glück, mit Tanja Tanaskovic, meiner bisherigen Stellvertreterin in der Pflegedienstleitung, bald jemanden zu haben, der die Leitung übernehmen kann. Sie
muss noch die Prüfungen bestehen.

Welche Auswirkungen hat die Umbesetzung auf die Bewohner?
Kunze: In Bezug auf unsere Personen kann ich sagen, dass es keine gravierenden Veränderungen geben wird. Frau Tanaskovic und ich sind schon lange im Haus tätig. Wir
kennen die Abläufe genau. Ich habe 2004 hier die ambulante Pflege eingerichtet und 2006 für die Hansa die stationäre Pflegedienstleitung übernommen.

Warum sind sie nun kommissarischer Hausleiter?
Kunze: Weil die Heimaufsicht für solche Positionen eine entsprechende Qualifikation vorsieht, die ich im Moment erwerbe, genau wie meine Kollegin im Pflegedienstbereich.

Hat sich im Servicebereich des Hauses etwas verändert?
Kunze: Zu Beginn meiner Tätigkeit hat es auch noch in unserem Cafe eine Änderung gegeben. Der Eigentümer hat gewechselt und es sind einige Umbauten vorgenommen worden. Trotz der Renovierung konnte das Angebot aber weiter genutzt werden.

Ist das Serviceangebot auch ein neues?
Kunze: Nein, eigentlich sind unsere Servicebereiche dieselben geblieben. Die Hansa bietet aber für Dorsten zum ersten Mal die Funktion einer Hausdame an. Diese begleitet den Bewohner vom Einzug bis zu seinem Ableben, ist bei allen Sorgen und Nöten Ansprechpartner. Wir werden hier erste Erfahrungen sammeln und diese an die übrigen Einrichtungen weitergeben.

Gibt es aktuell Neuerungen?
Kunze: Wir richten derzeit einen hauseigenen Kiosk ein, um den Bewohnern bei Bedarf auch die fehlende Margarine oder Ähnliches anbieten zu können. Neu und erstmalig in der zehnjährigen Geschichte unseres Hauses haben wir vier Auszubildende pro Jahr. Die drei Frauen und der Mann fangen am 1. Oktober an. So sorgen wir für qualifizierte Ausbildung und haben gleichzeitig die Chance, später gute Mitarbeiter zu übernehmen.

Fragen: Holger Steffe
Fotos zum Artikel
Hausleiter Ulrich Kunze